Corona-Speckgürtel

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Eine zugegebenermaßen „Ministudie“ mit ganzen 12 Personen, die von Mitte März bis Ende April von der Österreichischen Gesellschaft für Public Health und der MedUni Wien, durchgeführt wurde, schätzt die Gewichtszunahme der Menschen in Österreich durch den Corona Shutdown auf gut 2 Kilo in diesem Zeitraum.

Die Menschen – keine Kurzarbeiter oder Arbeitslose – waren während des Shutdowns schlicht und ergreifend die meiste Zeit des Tages (fast 23 Stunden) inaktiv, weil auch die einfachsten Wegstrecken, das Stiegensteigen und generelle Alltagsbewegung wegfielen. Im Durchschnitt entfielen auf die 12 Menschen 20 Minuten Sport pro Tag, wobei jene, die vorher Sport betrieben haben, das auch im Shutdown beibehalten haben; die davor nicht sportlich aktiven haben damit aber gar nicht angefangen. Der Wegfall der Alltagsaktivität hat damit für alle den Leistungsumsatz reduziert – bei gleicher Ernährung (und dazu vielleicht noch mit Schoki zum Trösten) heißt das einfach mehr Speck auf Rippen und Hüften. Die Studienteilnehmer haben zwischen 2 und 4 Kilo aufgepackt. (was auch den Erfahrungen anderer Länder entspricht)

Die schlechte Nachricht: Daten aus Deutschland, USA und Japan zeigen, dass es ein halbes Jahr dauert, den Weihnachtsspeck (durchnittliche Zunahme nur 1/2 Kilo!) wieder loszuwerden. Und Gewicht zuzulegen ist immer eine schlechte Idee – es erhöht sich das Risiko an metabolischem Syndrom, Infektionskrankheiten oder Krebs zu erkranken und damit früher zu sterben. Die Berechnungen sagen, dass die durchschnittliche Zunahme von 0,6 – 1kg für die Bevölkerung von 20 bis 69 Jahren zusätzlich 1.355 Totesfälle pro Jahr bedeuten würde. (über 1 Kilo wirft die Rechnung 4.000 Tote aus)
Man vergleiche die Zahlen mit aktuell 674 an Corona verstorbenen Menschen in Österreich (Stand 11.6.) – und der Erkenntnis, dass Übergewicht und metabolisches Syndrom die größten Risikofaktoren sein dürften.

Deshalb die Feststellung: Sport und Bewegung sind super – iss‘ was G’scheit’s wäre besser! Wir wäre es als ersten Schritt Kohlenhydrate als reinen Brennstoff zu sehen, den man sich (durch Sport und Bewegung) verdienen muss?

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