Dies und das – 3

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Neues aus der Welt der Forschung:

1- Warum wir nach schlaflosen Nächten auf Junk Food fliegen – unser Geruchsystem ist schuld!
Schlafentzug hat deutliche Auswirkungen auf die Nahrungsaufnahme und verlagert die Nahrungsauswahl in Richtung energieintensiver Optionen. Eine Studie der Northwestern University hat die Hypothese getestet, dass die neuronale Verarbeitung in zentralen Geruchskreisläufen in Verbindung mit dem Endocannabinoidsystem (ECS) eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung dieser Zusammenhänge spielt. Die Forscher kombinierten ein teilweisen Schlafentzug, olfaktorisches Neuroimaging (fMRI Scanner) und Nahrungsaufnahme bis zur Sättigung, um zu testen, wie zentrale olfaktorische Mechanismen die Nahrungsaufnahme nach Schlafmangel verändern. Sie fanden heraus, dass Schlafenzug den Gehalt der ECS-Verbindung 2-Oleoylglycerin (2-OG) erhöht, die Erkennung von Lebensmittelgerüchen im piriformen Kortex verbessert und die Nahrungsmittelwahl auf energiegeladene Lebensmittel verlagert hat. Wichtig ist, dass der Zusammenhang zwischen Veränderungen bei 2-OG und der Nahrungswahl durch die Verbindung von piriformen Kortex und der Insula – hervorgerufen durch die Gerüche – vermittelt wurde. Diese Region ist an der Integration ernährungsrelevanter Signale beteiligt.

2- Vielleicht etwas ungewohnt – ein leichtes Widerstandsband soll beim Laufen helfen
Beim nächsten Jog sollte man sich vielleicht ein leichtes Widerstandsband zwischen die Füße schnallen – das ist der eher eigenwillige, aber offensichtlich wirksame „Life Hack“, des Maschinenbauingenieurs Elliot Hawkes von UC Santa Barbara. Er könnte die Effizienz um 6,4% steigern.
Laufen ist eine sehr ineffiziente Aktivität für den menschlichen Körper, weshalb es auch eine sehr energiekonsumierende Tätigkeit ist. Laut Hawkes‘ wird nur 1 von 10 Kilokalorien für den Erhalt der Vorwärtsgeschwindigkeit verbraucht, der Rest muss verwendet werden um das schwingende Bein zu beschleunigen und zu bremsen und den Aufprall am Boden abzufangen. Als Techniker dachte Hawkes an ein Federsystem und endete mit einem Band, das an den Schuhen montiert wird. Im Ergebnis gibt es kürzere Schritte mit höherer Frequenz und weniger Energieaufwand. Das von den Forschern verwendete Band war ein Stück OP-Schlauch, der auf etwa 25% der Beinlänge geschnitten wurde, was lang genug ist, dass es keine Kräfte aufbringt, wenn sich die Füße kreuzen, und nicht bricht, wenn die Füße weit auseinander liegen, aber kurz genug, dass es sich nicht verfängt, wenn die Füße aneinander vorbeigehen.

3- weniger kaufen ist besser als „grün kaufen“
Die Forscher konzentrierten sich auf zwei Hauptkategorien von umweltfreundlichem Verhalten:
1) reduzierter Verbrauch, einschließlich Maßnahmen wie Reparatur statt Ersatz älterer Artikel, Vermeidung von Impulskäufen und von Kauf unnötiger Artikel
und
2) „grünes Einkaufen“ oder Kauf von Produkten, die dazu bestimmt sind, Umweltauswirkungen zu begrenzen, wie beispielsweise Waren aus recycelten Materialien.
Die Forscher untersuchten auch, wie sich das Eingehen auf umweltfreundliches Verhalten auf das Wohlbefinden der Verbraucher auswirkt.
„Reduzierter Konsum hat Auswirkungen auf gesteigertes Wohlbefinden und verminderte psychische Belastung, aber das sehen wir beim grünen Konsum nicht.“ so die Forscher.

4- Ein neue Erkenntnis zur Kontrolle der Fettbildung
In einer Arbeit, die neue therapeutische Ziele zur Bekämpfung von Fettleibigkeit vorschlägt, haben UT Southwestern Forscher einen neuen Mechanismus identifiziert, der die Bildung von Fett bei Säugetieren reguliert. Sie haben dabei festgestellt, dass der Verlust einer Familie von microRNAs zu einem dramatischen Anstieg der Fettbildung führt. Darüber hinaus haben sie gezeigt, dass die Überexpression der miR-26-Familie von miRNAs stark vor Gewichtszunahme bei Mäusen schützt, die mit fettreicher Ernährung gefüttert werden.
Die Forscher fanden weiters heraus, dass die miR-26-Familie die Konzentration eines Proteins namens FBXL19 kontrolliert, das für die Produktion neuer Fettzellen wichtig ist. Dieses Protein war in der Vergangenheit nicht mit der Fettbildung oder mit Fettleibigkeit verbunden gewesen, so dass dieses Ergebnis unerwartet war.
Ein Merkmal der Adipositas ist die unkontrollierte Ausdehnung des weißen Fettgewebes, das in Zeiten des kalorischen Überschusses mehr leistet als nur Energie speichert. Es spielt auch eine wichtige Rolle bei der Stoffwechselregulierung, indem es Signalproteine und Lipide ausscheidet, die die Signalwege beeinflussen, die den Appetit, den Blutzuckerspiegel und die Immunreaktionen steuern. Während frühere Studien auf wichtige Rollen für die miR-26-Familie als Krebsunterdrücker und Regulatoren der Insulinempfindlichkeit hindeuteten, war die breitere Funktion dieser miRNAs ein Rätsel geblieben.
Diese Studie zeigt einen neuen Mechanismus zur Kontrolle der Fettproduktion im Körper, und ein tieferes Verständnis dieses Mechanismus könnte zu neuen Therapien zur Behandlung von Fettleibigkeit führen.

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