Dies und das – 4

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1- Sport VOR dem Frühstück!
Eine neue Studie der Universitäten von Bath und Birmingham hat festgestellt, dass eine bessere Kontrolle der Blutzuckerwerte durch Wahl des Trainingszeitpunktes möglich ist – man sollte vor dem Frühstück aktiv sein!
Die sechswöchige Studie ergab, dass Menschen, die vor dem Frühstück Sport trieben, doppelt so viel Fett verbrannten als jene Gruppe, die nach dem Frühstück trainierte. Der erhöhte Fettverbrauch war hauptsächlich auf einen niedrigeren Insulinspiegel während des Trainings zurückzuführen, der sich aus der vorhergehenden Fastenzeit durch den Nachtschlaf ergab. Dadurch konnte mehr Fett aus dem Fettgewebe als Brennstoff verwenden werden. Die Insulinsensitivität der Muskulatur stieg deutlich an, ebenso jene Schlüsselproteine, die am Transport von Glukose aus dem Blutkreislauf zu den Muskeln beteiligt waren.

2- Keine echte Überraschung – Testosteron macht Frauen schneller
Ein Anstieg des Niveaus des männlichen Hormons Testosteron erhöht signifikant die Fähigkeit junger, körperlich aktiver Frauen, länger zu laufen, offenbart die erste Studie dieser Art, die im British Journal of Sports Medicine online veröffentlicht wurde. Testosteron erhöht auch die Muskelmasse und die fettfreie Körpermasse, obwohl sich das Körpergewicht nicht ändert.
Der Einfluss des Hormons auf die sportliche Leistung hat zu internationalen Kontroversen darüber geführt, ob es fair ist, weiblichen Athletinnen mit Testosteronwerten im männlichen Bereich aufgrund seltener Geburtsbedingungen zu erlauben, gegen Frauen mit einem normalen Hormonspiegel anzutreten. Bzw. treten vermehrt Transgender Frauen im Frauensport an (als Männer geborene Menschen, die als Frauen identifizieren – siehe auch hier – mit, aber auch ohne Geschlechtsumwandlung).
Der Leichtathletik Weltverband (IAAF) hat einen Testosteronspiegel unter 5 nmol/l Blut festgelegt, der heftig angefochten wird.
Die vorliegende Studie zeigt nun, dass Testosteron (als Testosteroncreme angewandt) die Laufzeit bis zur Erschöpfung signifikant um 21,17 Sekunden (8,5%) gegenüber Unbehandelten erhöhte. Die fettfreie Muskelmasse stieg auf 923g gegenüber 135g bei Unbehandelten.
Die Studie umfasste zwar keine Elitesportlerinnen, doch warum wäre Testosteron auf allen Dopinglisten, wenn es nicht gut und effektiv wirken würde?
Im übrigen zeigt auch eine andere, neue Studie, dass Muskelkraft, Größe und Zusammensetzung nach 12 Monaten geschlechtsspezifischer Affirmation bei Transgender-Personen den Vorteil für die Transfrauen (geborene Männer, die als Frauen identifizieren) erhalten.

3- Kartoffelpüree statt Kohlenhydratgels
Der Verzehr von Kartoffelpüree bei längerem Training wirkt ebenso gut wie ein handelsübliches Kohlenhydratgel zur Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels und zur Leistungssteigerung bei trainierten Sportlern, berichten Wissenschaftler.
Kohlenhydratgels wirken und fördern die Trainingsleistung. Aber Kartoffeln sind eine vielversprechende Alternative für Sportler, weil sie eine kostengünstige, nährstoffreiche und vollwertige Quelle für Kohlenhydrate darstellen, wie die Forscher im Journal of Applied Physiology berichten. Es gab im Test zwischen Gels und Kartoffeln keine Leistungsunterschiede. Also ab in die Küche, und Kartoffelpüree gemacht? Ein aber: es hat bei den Testteilnehmern zu signifikant mehr gastrointestinalen Blähungen, Schmerzen und Flatulenzen geführt, was auf die höheren benötigten Volumen für die gleiche Kohlenhydratmenge zurückzuführen ist. Generell sollten sowohl Gels als auch Püree gut vertragen werden, doch das ist wie immer eine Sache des eigenen Ausprobierens.

 

 

 

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