Dies und das – interessante Forschungsergebnisse!

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Wir stellen hier ein paar interessante, aktuelle Forschungsergebnisse vor:

1- Antibakterielles Mundwasser kann die positive Wirkung von Bewegung reduzieren.
Bewegung senkt den Blutdruck – aber die Aktivität von Bakterien in unserem Mund kann bestimmen, ob wir diesen Nutzen auch tatsächlich ziehen können!
Ein internationales Team von Wissenschaftlern der Universität Plymouth in Zusammenarbeit mit dem Centre of Genomic Regulation in Barcelona (Gabaldons Labor), Spanien, hat gezeigt, dass die blutdrucksenkende Wirkung von Bewegung deutlich reduziert wird, wenn Menschen zur Mundspülung antibakterielles Mundwasser verwenden, anstatt Wasser. Das unterstreicht die Bedeutung der Bakterien im Mund für die kardiovaskuläre Gesundheit.

2- Mikrobiom und Alzheimer – könnte unser Mikrobiom darauf Einfluss haben?
Könnte die Einhaltung einer bestimmten Ernährungsform das Darmmikrobiom – die Gesamtheit der Bakterien, die im Magen-Darm-Trakt leben – auf eine Weise beeinflussen, die das Risiko einer Alzheimer-Krankheit verringert? Laut Forschern der Wake Forest School of Medicine ist das gut möglich!
In einer kleinen randomisierten doppelblinden Pilotstudie (17 ältere Erwachsene, 11 mit diagnostizierter MCI und sechs mit normaler Kognition) fanden die Forscher mehrere verschiedene Darm-Mikrobiom-Signaturen – das sind die von Bakterien produzierten Chemikalien – die bei Studienteilnehmern mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) auftraten, nicht aber bei Menschen mit normaler Kognition. Sie fanden dabei heraus, dass diese bakteriellen Signaturen mit höheren Werten von Markern für die Alzheimer-Krankheit in der Rückenmarksflüssigkeit der Teilnehmer mit MCI korrelierten.
Durch gruppenübergreifende Ernährungsinterventionen zeigte die Studie auch, dass eine modifizierte mediterran-ketogene Ernährung Veränderungen im Darmmikrobiom und seinen Metaboliten hervorrief, die mit einem reduzierten Gehalt an Alzheimer-Markern in den Mitgliedern beider Studiengruppen korrelierten.

3- Rotweinkonsumation ist mit größerer Mikrobiomdiversität verbundent!
Eine neue Studie von King’s hat ergeben, dass Menschen, die Rotwein tranken, eine erhöhte Vielfalt an Darmmikrobiota (ein Zeichen für Darmgesundheit) im Vergleich zu Nicht-Rotweintrinkern hatten. Außerdem hatten sie geringeres Übergewicht und weniger „schlechtes“ Cholesterin..
Ein Forscherteam der Abteilung für Zwillingsforschung und genetische Epidemiologie bei King’s untersuchte die Wirkung von Bier, Apfelwein, Rotwein, Weißwein und Spirituosen auf das Darmmikrobiom (GM) und die Gesundheit in einer Gruppe von 916 britischen Zwillingen. Sie fanden heraus, dass das Mikrobiom von Rotweintrinkern im Vergleich zu Nicht-Rotweintrinkern vielfältiger war. Dies wurde beim Konsum von Weißwein, Bier oder Spirituosen nicht beobachtet.
Die Erstautorin Dr. Caroline Le Roy sagte dazu: „Während wir seit langem über die unerklärlichen Vorteile von Rotwein für die Herzgesundheit Bescheid wissen, zeigt diese Studie, dass ein mäßiger Rotweinkonsum mit einer größeren Vielfalt und einem gesünderen Darmmikrobiom verbunden ist, was teilweise die lange diskutierten positiven Auswirkungen auf die Gesundheit erklärt.“
Die Autoren glauben, dass der Hauptgrund für die Assoziation auf die vielen Polyphenole im Rotwein zurückzuführen ist. Polyphenole sind Abwehrchemikalien, die in vielen Obst- und Gemüsearten natürlich vorkommen. Sie haben viele nützliche Eigenschaften (einschließlich Antioxidantien) und dienen hauptsächlich als Brennstoff für die in unserem System vorhandenen Mikroben.

4- Zusammenhang zwischen Softdrink-Konsum und Mortalität in 10 europäischen Ländern
Eine neue Studie, die von Forschern der International Agency for Research on Cancer (IARC) koordiniert wurde, untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Konsum von zuckergesüßten oder künstlich gesüßten Erfrischungsgetränken insgesamt und der anschließenden totalen und ursachenspezifischen Mortalität.
Die Studie umfasste Daten von mehr als 450 000 Personen aus der „European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)“ Kohorte, mit einer durchschnittlichen Follow-up-Periode von mehr als 16 Jahren. Im Vergleich zu Teilnehmern, die weniger als ein Glas zuckergesüßte oder künstlich gesüßte Erfrischungsgetränke pro Monat tranken, hatten Teilnehmer, die zwei oder mehr Gläser dieser Getränke pro Tag tranken, ein höheres Risiko für die Gesamtmortalität.
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Konsum von zwei oder mehr Gläsern künstlich gesüßter Erfrischungsgetränke pro Tag positiv mit Todesfällen durch Kreislauferkrankungen verbunden ist, und der Konsum von einem oder mehreren Gläsern zuckergesüßter Erfrischungsgetränke pro Tag positiv mit Todesfällen durch Erkrankungen des Verdauungsapparates verbunden ist.

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