Eine interessante, aber nicht tolle Erkenntnis

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Die Daten einer neuen Studie zeigen, dass es bei übergewichtigen Menschen zur Ansammlung von Atemwegsfettgewebe kommt, was zur Atemwegspathophysiologie beiträgt.

Dass sich Fett auch an den Wänden der Atemwege niederschlägt, wenn man übergewichtig oder adipös ist, war bis jetzt nicht im Blickfeld der Wissenschaft. Doch berichten epidemiologische Studien, dass übergewichtige oder fettleibige Asthmatiker eine schwerere Erkrankung haben als solche mit einem gesunden Gewicht.

Die Studie ging daher von der Theorie aus, dass es eine Anhäufung von Fettgewebe in der Atemwegswand gibt, die bei übergewichtigen Patienten auftreten kann und die zur Atemwegserkrankung beiträgt. Ziel war es, den Zusammenhang zwischen Fettgewebe in der Atemwegswand und dem Body-Mass-Index (BMI) bei Personen mit und ohne Asthma zu bestimmen.

Quer verlaufende Atemwegsabschnitte geschichtet aus der postmortalen Lunge von Kontrollpersonen (n=15) und Fällen von nicht-tödlichem (NFA, n=21) und tödlichem (FA, n=16) Asthma entnommen. Auch der Zusammenhang zwischen Atemwegsfettgewebe, Umbau und Entzündung wurde untersucht.

Der BMI lag zwischen 15 und 45 (kg-m-2) und war in NFA (p<0,05) höher. Fettgewebe wurde in der Außenwand großer Atemwege identifiziert, war aber bei kleinen Atemwegen  selten zu sehen. Die Fettgewebefläche korrelierte in allen Gruppen positiv mit dem BMI und der Wandstärke der Atemwege.

Diese Daten zeigen, dass Fettgewebe in der Atemwegswand vorhanden ist und mit dem BMI, der Wanddicke und der Anzahl der Entzündungszellen zusammenhängt.

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