Immer mehr Anämiker

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Wir haben erst kürzlich über das Management des Eisenhaushalts geschrieben und darüber, wie Blutspenden dabei helfen kann, zuviel Eisen und damit gesundheitliche Probleme in den Griff zu bekommen.

Doch es gibt auch eine andere Seite der Medaille! In einem interessanten Artikel aus Neuseeland wird über die Millionenkosten von steigender Eisenmangelanämie und den damit verbundenen Krankenhausaufenthalten berichtet.

Einer der Hauptgründe für die stark zunehmende Anzahl von Anämikern: die „Kiwis“ (die liebevolle Bezeichnung für die Einwohner Neuseelands) essen immer weniger rotes Fleisch – und nicht nur sie!

Die Kosten durch die Anämie für das Gesundheitswesen in Neuseeland sind dabei in den letzten 10 Jahren von 3,2 auf 6,7 Millionen Dollar gestiegen, 20 Millionen Dollar wurden in den letzten 3 Jahren für die Behandlung ausgegeben und die Anzahl der Eisenmangelanämie-Diagnosen hat sich verdoppelt.

Zwar gibt es eine Reihe von Krankheiten, die mit Anämie einhergehen, doch ist der Mangel an eisenreichen Lebensmitteln wie rotem Fleisch, Meeresfrüchten oder Blattgemüse ist eines der größten Risiken für die Eisenarmut.

Der durchschnittliche Verbrauch an Fleisch in Neuseeland ist dazu parallel in den letzten 10 Jahren um 22kg (der Lamm- und Hammelverbrauch um 15,3kg) gesunken.

Zwar können sich auch Vegetarier gut ernähren, es braucht aber dazu eine Beschäftigung mit den Lebensmitteln und Erfahrung.Wer denkt, man lässt einfach das Fleisch weg und isst sonst wie immer, kann sehr böse Überraschungen erleben.

Eisenmangel wird dazu noch meist sehr spät diagnostiziert. Eisen beeinflusst den Hämoglobinspiegel, ein Protein in den roten Blutkörperchen, das hilft, Sauerstoff von der Lunge zum Rest des Körpers zu transportieren. Ein Mangel kann Atemnot, Schwindel, Kopfschmerzen, Kälte in Händen und Füßen, blasse Haut, Brustschmerzen, Schwäche und Müdigkeit verursachen.Das Herz muss härter arbeiten, um Sauerstoff durch Ihren Körper zu transportieren, was zu unregelmäßigen Herzschlägen und anderen Herzproblemen führen kann. Eisenmangel kann sich auch auf das Gedächtnis und das Immunsystem auswirken, ganz zu schweigen von der Lebensqualität und der Produktivität am Arbeitsplatz.

Eisenmangel muss auf jeden Fall ernst genommen werden!

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