Keine „good news“

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Eine Studie, die in PNAS veröffentlicht wurde, beschäftigt sich mit der Änderung des BMI über die Lebenszeit und die Konsequenzen. No good news!

Erkenntnis: der Schwimmreifen um die Hüften wird im mittleren Alter immer größer, die heutigen Generationen sind dicker als je zuvor, wobei der BMI schon früh im Leben ansteigt und immer stärker zunimmt. Die Forscher untersuchten dabei den BMI von 65.000 Menschen, um zu sehen, wie sich das Gewicht verändert hat – im Vergleich zu früheren Generationen werden die Menschen heute schon in jüngeren Jahren dicker.

Für die Studie wurden die Teilnehmer in 17 Gruppen geteilt, basierend darauf, wann sie geboren wurden, wobei jede Kohorte 5 Jahre umfasste. Die Analyse ergab, dass jede folgende Gruppe einen durchschnittlich höheren BMI hatte als die Menschen aus dem Zeitfenster davor. Die jeweils folgenden Gruppen zeigten auch jeweils einen steileren Anstieg des BMI je älter die Menschen wurden, im Vergleich zur vorherigen Kohorte.

Zum Beispiel lag der durchschnittliche BMI für Menschen, die zwischen 1955 und 1959 geboren wurden, im Alter von 20 bis 29 Jahren bei 24,4, also einem gesunden Gewicht. Dieser Wert stieg dann stetig an und der durchschnittliche BMI war über 30 (bedeutet fettleibig), als sie zwischen 50 und 59 Jahre alt waren.

Aber für Menschen, die zwischen 1960 und 1964 geboren wurden, war der durchschnittliche BMI in ihren 20ern schon höher als 25 (also übergewichtig) und in ihren 40ern waren sie fettleibig.

Menschen, die zwischen 1980 und 1984 geboren wurden, hatten als Teenager ein gesundes Gewicht, waren in ihren 20ern übergewichtig und in ihren 30ern bereits fettleibig.

In der Studie fanden die Forscher auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Ethnien – weiße Frauen hatten einen niedrigeren BMI als afro-amerikanische und hispanische Frauen. Ein ähnliches Muster zeigte sich bei Männern, allerdings mit geringeren Unterschieden zwischen den Ethnien. Die Unterschiede beim BMI traten dabei schon früh im Leben auf und blieben in allen Altersgruppen bestehen. Die Daten der Forscher zeigen auch, dass Menschen mit einem höheren Bildungsniveau im Durchschnitt einen niedrigeren BMI hatten.

Auf jeden Fall sind die Daten besorgniserregend, denn Übergewicht und Fettleibigkeit sind die Ursache vieler Erkrankungen – und sie stellen auch einen Hauptrisikofaktor für schwere Covid-19 Erkrankungen dar.

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