Österreichtour – U-turn von Salzburg bis Wien

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Für all jene, die Zeit, Lust und ein paar PS in den Wadeln haben, hätten wir einen Vorschlag für eine spannende Österreich-Tour. Sie umfasst zwar „nur“ Halb-Österreich, dafür aber knapp 850 Kilometer und VIELE Höhenmeter! Wie reden quasi von einem „U-Hakerl“ durch das schöne Land.

Los geht es in Salzburg vom Bahnhof, von dem man nach 2 Kilometern am Salzachufer angekommen ist.

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Einmal das Ufer gewechselt, durch das Gewusel am Ufer durch die Stadt und schon kann man eine wunderschöne Radstrecke Richtung Süden genießen. Wie immer führen mehrere Radwege über die gleiche Trasse – wir folgen auf jeden Fall der Salzach, passieren Bischofshofen und wenden uns dem Gasteiner Tal zu. Wir folgen quasi dem Alpe-Adria-Weg, zunächst bis Dorfgastein (Tag 1 mit 99km) und dann mächtig bergauf bis Böckstein, durch die Tauernschleuse und bis Mallnitz. Ein ordentliches Gefälle bringt uns bis Obervellach, wo wir dem R8 bis Möllbrücke folgen. Dort verlassen wir den Alpe-Adria-Weg und schwenken nach Osten auf den R9 ein (in Möllbrücke unbedingt dem R9 folgen!), der bringt uns bis Seeboden am Millstättersee, von wo man dem R2B folgt.

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Es geht lässig am Nordufer des Millstättersees entlang, vorbei an Menschenmassen und regem Ausflugsverkehr, bis wir am Ostende des Sees nach Nordosten und Radenthein fahren. Der Tag endet mit 84km aber 915hm – ein stetiges auf-und ab, in der Hitze gar nicht einfach!

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Von Radenthein folgen wir dem Radweg, der entlang der Landesstraße angelegt ist, über Feld am See, Afritz (jeweils mit See) und Treffen bis an den Ossiacher See, den wir ebenso am Nordufer passieren. In der Erinnerung war da mehr los – man fährt auf eher schlechten Straßen entlang von Villen und wenigen Orten bis Feldkirchen, das eine Besichtung der Altstadt verdient hat! Dort wird es dann ein wenig spannend – wir suchen den R5, den Glan-Gurkradweg, für den es zwar Tafeln, aber keine Beschreibung gibt. Die Ausfahrt aus Feldkirchen ist da schon lustig, weil eine Tafel nach rechts, eine geradeaus zeigt. Wir entscheiden uns für die zweite Variante und biegen dann auf der Landesstraße nach rechts, wobei nach wenigen Kilometern eine Beschilderung auftaucht. Nun folgt man dem R5 (gut markiert) direkt entlang der Glan bis St. Veit. 80 ziemlich flache Kilometer sind das gesamt.

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Von St. Veit muss man sich Richtung Burg Hochosterwitz orientieren (die R5 Markierung ist etwas löchrig), dann wird Kartenmaterial wichtig, denn zwischen Hochosterwitz und Brückl lacht uns kein Radweg-Taferl an.

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Vor allem direkt nach Brückl heißt es forsch links (bei einer Fabrik), durch ein Anwesen rechts durch, über die Straße und weiter geradeaus. Bei der nächsten Möglichkeit links halten. Bei der nächsten T-Kreuzung rechts, dann findet sich der R5 wieder und führt problemlos bis Völkermarkt, wo man auf den R1, den Drauradweg einschleift – gleich mit einer ordentlichen Steigung natürlich. Und so geht es einige Zeit am Drauradweg weiter – auf-und-ab, ein bisschen was für die Wadeln. In Dravograd ist nach 82km an diesem Tag Schluss.

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Nur geht es auf der linken Flussseite weiter (der Drauradweg führt auf der rechten Seite bis Maribor), wobei eine sehr gut zu fahrende Straße Richtung Radlpass führt. Auch ein Radweg ist stellenweise dabei – allerdings „net immer“.

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Der Radlpass selbst ist eigentlich problemlos zu fahren, es geht 6km hinauf mit maxiamal 8% Steigung – allerdings haben wir auf der gesamten Länge Bauarbeiten, heißt Geröll und MTB-Verhältnisse, dazu nur 1 Straßenbreite mit Ampel und Gegenverkehr. Dafür geht es dann wunderschön wieder hinunter nach Eibiswald, wo man auf den R3 nach Gasselsdorf einschwenkt und schließlich auf den R1 (Sulmtalradweg) stößt. Der führt wiederum bis Untergralla und schließt dort an den Murradweg an. So kommt man mit 114km und ein paar Kletterpartien nach Graz.

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Um das U-Hakerl fertig zu machen, geht es von Graz bis Bad Radkersburg (92km) und über den Thermenradweg über 3 Tage retour nach Wien. Dazu brauchen wir von Bad Radkersburg bis Bad Waltersdorf 104km (1047hm), von Bad Waltersdorf nach Lanzenkirchen 100km (1148hm) und schließlich 80km bis Wien.

 

 

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