One size fits not all

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Eine neue Studie der Columbia University und eines internationalen Forscherteams zeigt, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, die gleichen gesundheitlichen Vorteile durch Bewegung zu erzielen – solange der „Trainingscocktail“ viel leichte körperliche Aktivität beinhaltet.

Der alte Ratschlag von 5 x 30 Minuten Bewegung pro Woche ist ziemlich bekannt – und meist ignoriert. Allerdings sind 30 Minuten in Relation zu 24 Stunden auch minimal. Und so ist die Herangehensweise für die Studie die Frage, ob nicht noch andere Dinge wesentlich für unsere Gesundheit sind, bzw. wie denn der Mix an Bewegung während des Tages aussieht.

Anhand von Daten aus sechs Studien, an denen mehr als 130.000 Erwachsene in Großbritannien, den USA und Schweden teilgenommen haben, haben die Autoren eine Technik namens Kompositionsanalyse verwendet, um festzustellen, wie verschiedene Kombinationen von Aktivitäten – einschließlich mäßiger bis starker körperlicher Betätigung (wie zügiges Gehen, Laufen oder andere Aktivitäten, die die Herzfrequenz erhöhen), leichter körperlicher Betätigung (wie Hausarbeit oder gelegentliches Gehen) und sitzender Tätigkeit – die Sterblichkeit beeinflussen.

Die wichtigsten Erkenntnisse:
Der Nutzen von 30 Minuten mäßiger bis intensiver Bewegung hängt davon ab, wie man den Rest des Tages verbringt. Das heißt, wer sich gerade einmal 30 Minuten bewegt, den Rest des Tages allerdings sitzend und unbeweglich verbringt, wird keinen Benefit für die Gesundheit haben. Ein gesundes Bewegungsprofil erfordert einfach mehr als 30 Minuten tägliche Bewegung.

Es ist also wichtig, den Tag aktiv zu verbringen, wobei etwa drei Minuten mäßige bis intensive Aktivität, oder 12 Minuten leichte Aktivität pro Stunde Sitzen optimal sind, um die Gesundheit zu verbessern und das Risiko eines frühen Todes zu verringern.

 

Wer also nicht die Zeit hat sich gemäß den Vorgaben zu bewegen, kann gesundheitliche Vorteile aus einer Menge leichter körperlicher Aktivität und nur ein wenig mäßiger bis starker Aktivität erhalten. Die Studie zeigt, dass es keinen Einheitsansatz für körperliche Aktivität gibt. Man kann sich also aussuchen, was einem am besten gefällt.

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