Sport und die innere Uhr

0

Wieder wird intensiv über die Auswirkungen der Zeitumstellung diskutiert, der Teufel (Schlafdefizit, vermehrte Unfälle etc.) an die Wand gemalt und auf „ewigen Sommer“ gehofft (der dann weit schlimmer wird). Hängen wir doch mit unseren Lebensrhythmen von Tageslicht und Nachtdunkelheit ab. Licht am Morgen heißt: aufwachen, aufstehen, Dunkelheit am Abend: zur Ruhe kommen, schlafen gehen. Ginge ganz einfach, wenn dazu nicht die Uhr und Termine kämen……

Helles Licht wird also als der primäre zirkadiane Zeitgeber angesehen, Bewegung und Sport können dabei signifikaten Phasenverschiebungseffekte bewirken, wie eine neue Studie zeigt. Ihr Hauptziel war die Erstellung von Phasen-Response-Kurven, die die Größe und Richtung der Phasenverschiebungen in Bezug auf die zirkadiane Trainingszeit dokumentieren.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bewegung und Sport den negativen Auswirkungen von Schichtarbeit, Jetlag udgl. entgegenwirken könnte

Als Ergebnis zeigte sich, dass Training um 7:00 oder zwischen 13:00 – 16:00 die eigene Körperuhr „nach vorne“, Training zwischen 19:00 – 22:00 die Uhr „zurück“ drehte. Training zwischen 1:00 – 4:00 morgens und um 10:00 hatte kaum Auswrkungen. Die Effekte waren dabei für alle Teilnehmer gleich, unabhängig von Alter und Geschlecht.

Für die Studie wurden 101 Teilnehmer über 5 1/2 Tage untersucht, das Timing der Körperuhr wurde dabei mitteln Urinproben bestimmt, die alle 90 Minuten entnommen wurden, um den Melatoninspiegel zu messen. Das Training bestand aus moderatem Laufbandtraining zu acht verschiedenen Tages-oder Nachtzeiten.

Das Ergebnis der Studie ist ein erster Schritt, denn die Teilnehmer waren generell trainiert, die Übertragung auf eher „Unbewegte“ könnte möglicherweise schwieriger sein. Wobei grundsätzlich bekannt ist, dass Bewegung Veränderungen der Körperuhr verursacht. Hier konnte erstmals gezeigt wreden, wann die Bewegung die Körperuhr verzögert und wann sie voranschreitet.

Teilen auf: