Und wieder HIIT als möglicher Hit

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Forscher der University of Otago haben herausgefunden, dass High Intensity Training den durch Typ-2-Diabetes verursachten Verlust der Herzfunktion reduzieren oder umkehren könnte.

Die Studie ergab, dass ein drei Monate dauerndes hochintensives Intervalltraining (HIIT) die Herzfunktion bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes verbessert, ohne dass die Medikamente oder die Ernährung geändert wurde.

Die Studie wurde gerade in der Zeitschrift Medicine & Science in Sports & Activity des American College of Sports Medicine veröffentlicht.

Die Studie ist deshalb von Bedeutung, weil die bisherige Forschung zwar gezeigt hat, dass eine verbesserte glykämische Kontrolle und eine Änderungen des Lebensstils die Situation für Menschen mit Diabetes verbessern können, eine Verringerung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde jedoch damit nicht erreicht. Dabei sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor die häufigste Todesursache bei Diabetikern.

Nun zeigt die Studie, dass Bewegung mit ausreichend hoher Intensität einen kostengünstigen, gangbaren Weg bieten kann, um den durch Typ-2-Diabetes verursachten Verlust der Herzfunktion umzukehren oder zu reduzieren.

Das hochintensive Intervalltraining beinhaltet sehr kurze Intervalle mit nahezu maximaler Anstrengung (über 90 Prozent der Maximalleistung) wie Sprints oder Treppensteigen, gefolgt von kurzen Pausen mit geringerer Intensität wie Joggen oder schnelles Gehen, die im Wechsel absolviert werden.

Das Ziel dabei ist, dass Menschen 10 Minuten lang während eines 25-minütigen Trainingszeitraums sehr intensive, kraftvolle Aktivitäten durchführen.

Da Typ-2-Diabetes weiter zunimmt und die Gesundheitssysteme weltweit sehr belastet, ist ein sinnvolles Management dringend gefragt. Die Erhöhung der aeroben Kapazität durch Bewegung ist dabei die beste Prävention für Herzerkrankungen – und Bewegung ist ein Eckpfeiler der diabetischen Behandlung. Allerdings macht es eine beeinträchtigte Funktion des diabetischen Herzens oft schwieriger, effektiv zu trainieren und es war auch nicht klar, ob so hart trainiert würde.

Die Studie zeigte jedoch, dass das hochintensive Trainingsprogramm für Erwachsene mittleren Alters mit Typ-2-Diabetes sicher und akzeptabel und mit einer Teilnahmerate von über 80 Prozent über die drei Monate gut besucht war.

Wichtige Aspekte der Studie sind, dass die Betroffenen am hochintensiven Intervalltraining festhalten und dabei die aerobe Kapazität erhöhen und die linksventrikuläre Antwort auf das Training auf vergleichbare Werte von Nicht-Diabetikern bringen. Und die Erkenntnis, dass hochintensives Training in der Lage ist, einige der Veränderungen in der Herzfunktion rückgängig zu machen, die der diabetischen Herzerkrankung vorauszugehen scheinen.

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