Wie schmilzt Bauchfett?

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Einen interessanten Blick darauf, wie Bauchfett (viszerales Fett) durch Bewegung reduziert und der Prozess reguliert wird, gibt eine brandneue, randomisierte, kontrollierte Studie. Und dabei gab es durchaus Überraschungen.

Wie man weiß, ist viszerales Fett nicht nur ein optisches Problem – es beeinflusst die metabolische Gesundheit massiv negativ.Man weiß natürlch auch, dass Bewegung die Fettmasse reduzieren kann – wer bis dato inaktiv war und nun per Neujahrsvorsatz Bewegung in sein Leben bringt, dabei seine Ernährungsgewohnheiten auf „positiv“ stellt, wird Erfolge vermelden.

In der Studie geht es nun um die zugrunde liegenden Mechanismen für diese Reduktion – die Frage, wie wird gesteuert? Und wodurch?

Bekannt ist, dass Interleukin-6 (IL-6) die Lipolyse (Auflösung von Fett) stimuliert und während des Trainings vom Skelettmuskel freigesetzt wird.Somit sollten trainingsinduzierte Reduzierungen der viszeralen Fettgewebsmasse durch IL-6 vermittelt werden.

Die Studie wurde randomisiert und placebokontrolliert durchgeführt, wobei fettleibige Erwachsene 12 Wochen ein Trainingsregime (Radfahren) befolgten, oder ihr unbewegtes Leben weiterführten. Dazu wurde ein Teil der Menschen mit Tocilizumab (IL-6-Rezeptor-Antikörper – schaltet somit das Interleukin-6 aus) oder einem Placebo behandelt.

Es konnte gezeigt werden, dass Tocilizumab den Trainingseffekt „Fettreduktion“ zunichte machte. Zudem wurde durch die Blockade der Cholesterinspiegel – trotz Bewegung – erhöht.

Spannenderweise ist Tocilizumab ein humanisierter, monoklonaler Antikörper, der gegen rheumatoide Arthritis und Morbus Still eingesetzt wird, weil Interleukin-6 Entzündungsreaktionen im Körper reguliert und bei Arthritis vermehrt produziert wird.

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