Eventuell doch nix mit Hauptsache flüssig?

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Eine Studie, die vorab im American Journal of Physiology — Regulatory, Integrative and Comparative Physiology veröffentlicht wird, zeigt, dass neue Untersuchungen darauf hindeuten, dass das Trinken von zuckerhaltigen bzw. koffeinhaltigen Softdrinks während des Trainings bei heißem Wetter das Risiko von Nierenerkrankungen erhöhen kann.

Für die Studie wurden gesunde Erwachsene in Laborumgebung an einem heißen Tag (35°C) untersucht, wobei die Arbeit aus einem Trainingszyklus bestand, der ein 30-minütiges Laufbandtraining, gefolgt von drei verschiedenen fünfminütigen Hebe-, Bewegungs- und Vorschlaghammer-Schwingaktivitäten umfasste.

Das Forschungsteam der University at Buffalo in New York ließ die Probanden nach 45 Minuten 15 Minuten ruhen, wobei sie in dieser Zeit einen 1/2 Liter entweder fruktosehaltigen Softdrink, koffeinhaltigen Softdrink oder Wasser zu sich nahmen.

Der gesamte Zyklus wurde 3x wiederholt, was 4 Stunden „Arbeitszeit“ bedeutete. Die Flüssigkeitszufuhr wurde auf 115 Prozent ihres Körpergewichts, dass durch Schwitzen verloren gegangen war, eingestellt.

Gemessen wurden in der Studie die Körperkerntemperatur, die Herzfrequenz, der Blutdruck, das Körpergewicht und jene Marker, die auf Nierenverletzungen hinweisen – und zwar unmittelbar vor, nach und nochmals 24 Stunden nach der Studie.

Alle Probanden nahmen an allen 3 Trinktests teil, wobei die Pause zwischen den Tests mindestens 7 Tage betrug.

Das Forschungsteam fand nach der Softdrink-Konsumation – aber nicht nach der Wasserkonsumation – höhere Kreatininspiegel im Blut und eine niedrigere glomeruläre Filtrationsrate – Marker für Nierenverletzungen. Auch war Vasopressin erhöht (Vasopression wirkt antidiuretisch und blutdrucksteigernd) und die Stoffwechsellage leicht dehydriert.

Die Softdrinks hatten also keine rehydrierende Wirkung.

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