Fat but fit – ist ein Mythos

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Zwei Studien, die gut zusammenpassen: Amerikanische Läufer waren nie langsamer und „Fat but fit“ bedeutet eine bis zu 28% höhere Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauferkrankungen.

Zunächst das erstaunliche Ergebnis einer sehr großen Studie in Amerika, die über 34 Millonen Resultate von fast 29.000 Rennen analysiert hat. Der Analysezeitraum umfasst 1996 bis 2016 und zeigt eine annähernd lineare Abnahme der durchschnittlichen Laufzeiten! Grundlage für die Studie war die sich verschlechternde Gesundheit der Amerikaner und die Frage, ob sich dieser Trend auch in den Laufzeiten reflektiert.

Dazu wurde eben eine riesige Menge an Daten analysiert, Rennen über 5km, 10km, Halbmarathon und Marathon kamen in die Betrachtung. Es wurden nur Rennen mit mehr als 2.000 Teilnehmern ausgewertet und dort nur Finisher und Menschen, die sich klar als „männlich“ oder „weiblich“ deklariert haben. Es lohnt sich, die Zusammenfassung in Gänze zu lesen, doch hier die gezogenen Schlüsse:

  1. Der durchschnittliche Amerikanische Läufer beiderlei Geschlechts war nie langsamer als jetzt – unabhängig von der gelaufenen Distanz im Wettkampf
  2. Das basiert nicht darauf, dass in den letzten 20 Jahren mehr Frauen an den Rennen teilnehmen oder solche Teilnehmerr, die sehr langsam laufen oder die Strecken gehen
  3. Anzeichen von schlechter Gesundheit sind hoch korreliert mit der abnehmenden Laufgeschiwndigkeit, wobei man nicht mit Sicherheit sagen kann, dass diese die Ursache sind bzw. inwieweit sie auch kausaler Natur sind

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Cut-off Zeit für Marathons von 5 Stunden (1996) auf 7 Stunden (seit einigen Jahre) gestiegen ist – und andererseits das Dopingproblem mit Breitensport steigt, sind das keine guten Aussichten.

Die zweite Studie zeigt, das Übergewicht das Risiko für Herz-Kreislaufprobleme offensichtlich auch dann ansteigen lässt, wenn man sonst gesund ist. Das Risiko steigt bis zu 28% gegenüber schlanken Menschen, auch wenn der Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinspiel ok sind.

Das zeigt, dass der Mythos „fett aber fit“ falsch ist – auch für jene, die trotz Übergewicht keine metabolischen Änderungen haben (erhöhter Blutdruck, hoher Blutzucker, hohe Cholesterinwerte), also die „metabolisch gesunden Übergewichtigen“ (oder „fetten Fitten“ – die auch an Sportevents teilnehmen, siehe auch oben!)

Für die Studie wurden Daten von über 500.000 Menschen aus 10 Europäischen Ländern ausgwertet, die zeigen, dass das Risiko für Herzerkrankungen deutlich erhöht ist.

Wie immer ist die Erkenntnis, dass ein gesundes, bewegtes Leben ohne Übergewicht in alles Aspekten das besten für die Menschen ist.
Dazu gehört als Basis die Ernährung
* so bunt wie möglich
* so abwechslungreich wie möglich
* so natürlich wie möglich
* keine Sackerl, Packerl, Schüsselchen etc.
* real food, selbst gekocht
und die in den Tag integrierte Bewegung – es reichen schon 30 Minuten, wie wir schon vorgestellt haben!
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