Ursache oder Wirkung?

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Oft ist es nicht klar, wer zuerst da war – die Henne oder das Ei? Oder beide?

Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie hat im Oktober eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass Vitamin-D-Spiegel im Blut mit der kardiorespiratorischen Fitness verbunden sind. Ein höherer Spiegel des Vitamins ist demnach mit einer besseren Trainingskapazität gekoppelt, wie herausgearbeitet wurde.

Die kardiorespiratorische Fitness wird mittels VO2max gemessen (dem maximalen Sauerstoffverbrauch), der ein Indikator für den Trainingszustand angesehen werden kann. Je höher, desto besser sollte der Mensch trainiert sein.

Die Studie hat 1.995 Teilnehmer untersucht (45% Frauen) und dabei die Daten zu Serum Vitamin D und VO2 max gesammelt. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Teilnehmer mit höheren Vitamin D Spiegeln signifikant bessere kardiorespiratorische Fitness zeigten. Der Anstieg von Vitamin D war mit einem statistisch signifikaten Anstieg von VO2 max verbunden, was auf eine Dosis-Wirkung-Beziehung hinweist. Aus der Beobachtungsstudie kann aber nicht geschlossen werden, dass Vitamin D die Leistungsfähigkeit verbessert.

Was sollten wir jetzt daraus schließen? Vitamin D einnehmen? Wobei das allerdings irreführend ist. Der Körper stellt Vitamin D selbst her – und braucht dazu „nur“ Sonnenlicht und eine cholesterinartige Vorstufe! Also Bewegung draußen – anders als im hohen Norden, wo wegen Lichtmangels und bedeckender Kleidung Fisch den Bedarf decken muss (und das Vitamin damit wirklich ein Vitamin wird)!

Diverse Versuche niedrige Vitamin-D-Spiegel mit Pillen zu therapieren haben sich übrigens als nutzlos erwiesen – Sonne und eigener Stoffwechsel wirken eben anders als Tablettchen.

Hohe Spiegel deuten also auf gute Bewegung draußen hin – vielleicht erklärt das den Zusammenhang von Fitness mit Vitamin D Spiegeln bei den Studienteilnehmern besser? Jene mit besserer Fitness waren mehr draußen aktiv und haben ihre Vitamin D Spiegel damit ordentlich gepusht?

Übrigens: Vitamin D (ist eigentlich ein Hormon!) wird heute noch als Rattengift benutzt – also keine Tabletten sondern raus zum Sport! Und: Sonnenschutzmittel mit Faktor 20 und mehr und Hautcremes mit starken UV-Filtern blockieren die Sonne und damit die Vitamin D Synthese!

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