Auf ein Eis nach Triest!

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Ob für das erste Eis des Jahres, oder einen Kurztripp mittendrin – man kann tatsächlich auf ein Eis nach Triiest ….. RADELN! Und es macht auch noch richtig Spaß.

Allerdings muss man dazu folgendes wissen: von Graz bis Maribor gibt es einen markierten Radweg – den Murradweg und ab Spielfeld den Eurovelo 9.Letzterer startet eigentlich in Danzig und soll bis Pula verlaufen; markiert ist er allerdings erst zwischen Brno und Maribor.

Von Maribor bis Koper gibt es einen Plan des Slowenischen Tourismus, wie der E9 denn so aussehen könnte – man muss also auf die physische Karte zurückgreifen und in realiter suchen.

Koper und Triest verbindet der Radweg der Freundschaft – die Parenzana, von der wir bereits erzählt haben. Die Wegequalität ist in Slowenien super, in Triest gut und in Kroatien ein Abenteuer.

Aber los geht es von Graz bis zur Grenze in Spielfeld – altbekannt, flach, „tausendmal“ erradelt. Auch den Weg von Spielfeld bis Maribor kennen wir bereits. Es gibt eine klare Radwegmarkierung in blau mit rotem Feld und der Nummer 1. Sie endet vor Maribor bei einer Raststation. Hier die Station rechts umrunden, durch die Autobahnuntertunnelung durch und danach rechts halten. Den Hügel hinauf und schon geht es nach Maribor hinein. 80 Kilometer sind das, gutes Essen in Maribors Restaurants selbstverständlich.

 

 

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Weiter geht es am zweiten Tag nach Laško, dem Entstehungsort des bekannten Biers. Für uns bedeutet das 85km stetiges Auf-und Ab, wobei keine Markierung vorhanden ist, dafür die Radkarte sehr gute Dienste leistet. Aber wir finden den Weg, machen einen Abstecher in Slov. Bistrica, denn dort gibt es ein super Eis und rollen über die Berge, die allerdings keine dramatischen Steigungen bereit halten.

Laško hat übrigens auch eine bekannte und vielbesuchte Therme – aber leider wenig Gastronomie.

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Tag 3 nach Ljubljana (82km) bietet dasselbe Bild – wir orientieren uns mit der Karte und der Standortortung. Ja und zu genießen gibt es viel ländliche Gebiete, allerdings fährt man auch entlang der Straße 108 – am Radweg – was trotzdem „heavy“ ist. Auch zu klettern gibt es genug, allerdings gilt auch hier: nix dramatisches.

Die letzten 20 Kilometer bis Ljubljana kommen dann als Überraschung – nämlich als richtiger, ausgebauter Radweg. Wir nehmen an, dass das einmal der E9 wird, nicht der im Plan markierte Weg entlang der Schnellstraße.

Es gilt: für Ljubljana Zeit nehmen! Und die Burg sieht man nur mit Eintritt!

 

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Wer nun meint, die 70km am vierten Tag nach Postojna wären quasi ein Katzensprung, dem sei gesagt, dass wir über 1000hm klettern müssen!

Nach 17 flachen Kilometern aus Ljubljana hinaus geht es 8 Kilometer nur hinauf. Sehr mühsam – mit einziger Unterhaltung: ein einsamer Motorradfahrer nutzt die Serpentinenstrecke um sich richtig „in die Kurve“ legen zu können und fährt während wir steigen mindestens 30x bergauf und -ab.

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Im Wald vor Postojna (ja, keine Markierung, keine Tafeln) verfahren wir uns – die ohnehin „MTB-Strecke mit Gepäck“ wird damit um gut 8km länger, und schwieriger. Weil Berge – eh klar.

In Postojna dreht sich übrigens alles um die weltbekannten Tropfsteinhöhlen – einen Besuch einplanen!

Nun geht es „nur“ noch nach Koper und weiter nach Triest – gesamt 96km. Dabei fährt man entlang der 409er Straße in die slowenische Hafenstadt. Ein paar Höhenmeter sind drin, aber im Großen und Ganzen geht’s gemütlich zu unserem Eis am Meer!

Von dort heißt es die Parenzana nach Triest nehmen – hier findet man markierte Radwege bis ins Stadtzentrum.

Retour nehmen wir den Zug – bis zum nächsten Eis am Meer!

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