Fahrrad Typen

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Hier kommt es einfach auf den Einsatzbereich an. Wer am liebsten pfeilschnell auf Straßen unterwegs ist, wird mit einem Rennrad gut bedient sein. Die Off-Road-Freaks finden sich am anderen Ende des Spektrums mit ihren Spezialrädern. Diese beiden Kategorien sind aber meist im „Profibereich“ unterwegs und wissen sehr genau, was sie von einem Rad erwarten und welches sie wollen. Generelle Info, wie wir sie unten vorstellen, gilt aber auch für sie.

Für alle anderen gilt: was wollt ihr denn mit dem Rad anstellen? Einfach einen Sonntagsausflug an den See/zum nächsten Café machen oder in der Stadt herumkurven? Es ein bisschen sportlicher angehen (also auch das Radgewand ausführen) und einen Ausflug in die nähere und weitere Umgebung starten? Oder sollen gar Tages-oder Wochentouren (wie den Donauradweg über mehrere Tage) am Plan stehen?

Für alle diese Bereiche gilt eigentlich: das wichtigste ist, dass das Rad passt und auch gefällt. Ja, auch das ist wichtig, denn Radfahren ist mehr als Sport – es eine Bewegungsform und ein Lifestyle. Und wenn das Tool dazu nicht auch optisch ein Genuss ist, wird die Lust sein Rad auszuführen eher gering sein.

Was heißt passen? Für die meisten bedeutet das Genuss und Komfort – also eher gerader Rücken beim Radfahren (wie bei Trekkingbikes und Mountainbikes), eine gute Federung (wie bei Mountainbikes), ein guter Komfort auch wenn’s über Stock und Stein geht (wie bei Mountainbikes), gutes Rollverhalten (wie bei größeren Laufrädern).

Für Sonntagsausflügler und das lässige Kurven in der Stadt werden City-Bikes die Wahl sein. Wer auf längeren Touren unterwegs ist, wird sich für Trekking- oder Mountainbikes entscheiden, weil hier ein gutes Rollverhalten wesentlich ist. Die Trekking-Bikes sind schlanker und haben schmalere, „schnellere“ Reifen in der Größe von Rennradreifen (28“ – heißt 28 Zoll). Wenn der größere Teil auf Straßen oder befestigtem Untergrund absolviert wird, sind sie super. Mountainbikes gibt es ursprünglich als 26“ – heißt mit kleinen Reifen, aber breiterer Felge, die sich im unwegsamen Gelände bewährt haben. Die Mountainbikes haben sich in letzter Zeit aber hin zu „Twentyninern“ (29 Zoll Reifen) entwickelt, die durch den größeren Umfang ein sehr gutes Abrollverhalten haben. Sie sind durch ihre Größe aber natürlich weniger wendig, dafür haben sie aber bergauf wieder die Nase vorn. Als Kompromiss zwischen beiden finden sich nun mehr und mehr die 27,5 Zöller am Markt.

Wenn es um Ausflüge in die Umgebung geht, ist die Wahl also abhängig davon, welchen Anteil welches Geländeprofil hat. Für (Mehr-)Tagestouren kommt noch ein weiterer Aspekt zum Tragen: nämlich wie man das Gepäck mitnimmt. Der Träger und die Gepäcktasche müssen zum Rad passen – das tollste Mountainbike bringt nix, wenn das Gepäck nicht mitkommen kann.

Grundsätzlich gilt: überlegen, was man will und im Fachgeschäft kaufen! Da ist man von später unliebsamen Überraschungen gefeit.

Eine Übersicht über die für uns interessantesten Räder und ihre Eigenschaften:

Radtyp Geeignet für Ausstattung
BMX: ursprünglich aus den USA wurde es im Laufe der Zeit bis zur heutigen Ausstattung weiterentwickelt.  Rennen im Gelände, Tricks und Stunts 20 Zoll Räder oder 24 Zoll (BMX-Cruiser)Alu-FelgenGroße PedaleU-, V-Brakes oder keine Bremsen12-14 kgkeine Schaltung

kleiner Rahmen

meist große Lenkerfreiheit

48 Speichen

10-14 mm Achsen

dreiteilige Kurbeln

City-Bike: ideal als täglicher Begleiter, weil durch die aufrechte Sitzhaltung bequem.Durchaus robust und für die Stadt entwickelt.Komforträder sind noch besser gefedert, zählen zur Familie der City-Bikes Jedermann im Stadtverkehr und für Sonntagsausflüge Für den Straßenverkehr ausgerüstet, inklusive Dynamo.Schutzbleche, Kettenschutz, Gepäckträger gehören auch dazu.Meist 7-Gang-Nabenschaltung (maximal 12 Gänge).26 Zoll LaufräderReifen für normale UnebenheitenAufrechte Sitzposition (rückenschonend)
Eingang/Single Speed: Eingangrad ohne Gangschaltung – Fixies haben darüber hinaus auch keine Freilauf. Vor allem Fixies haben manchmal keine Bremse und werden über die Pedalbewegung gebremst. Das ist im Straßenverkehr dann nicht erlaubt!Es ist kostengünstiger und leichter – allerdings muss die Kette genau eingepasst sein und immer wieder nachgespannt werden. Auch muss die Übersetzung genau passen Einsatzbereich ist wegen fehlender Gänge eingeschränkt.Spaßbike – das, wenn die Bremsen fehlen, nicht auf öffentlichen Flächen verwendet werden kann.Kunststücke sind möglich. Nur ein Gang, keine GangschaltungWenn auch kein Freilauf = starrer Gang („Fixie“)„aufgeräumtes“ DesignReinigung und Pflege der Gangschaltung entfällt
E-Bike: ist ein motorisiertes Fahrrad. Die Angebotspalette ist mittlerweile enorm. Das E-Bike ist, aufgrund von Motor, Akku etc., sehr schwer, was viele in der Steuerung unterschätzen. Der Anstrengungsgrad ist gering, sodass es sich gut dazu eignet, ohne Schwitzen in die Arbeit zu kommen. Allerdings ist auch der sportliche Wert Für alte Menschen, die ihren Bewegungsradius vergrößern möchten. Fahrrad mit Motorunterstützung bis 25km/h
Faltrad: heute ein hochqualitativer, flexibler Begleiter, der in Flugzeug, Bus, Straßenbahn etc. passt. Sie können mit wenigen Handgriffen kompakt zusammengelegt werden. Für mobile Menschen in der Stadt, die ihr Bike auch in Öffis mitnehmen wollen. 5,8-21,5 kgAngepasste Übersetzung
oft FederungVerschiedene Klappmechanismen zum Falten und Klappen12-26 Zoll Räder (je nach Hersteller)
Faltzeit 10 sec und mehr
Hollandrad: aus den Niederlanden, bekannt für die Einfachheit und Langlebigkeit.
Es ist technisch einfach, aber sehr bequem zu fahren und praktisch unverwüstlich.
Für Jedermann als Tourenrad auf den meisten Böden geeignet. Stabiler Rahmen, breiter, gefederter Lenker für leichtes FahrenKlassische Lichtanlage3-7 GängeRücktrittbremseSchutzbleche und KettenschutzGepäckträger

Breite Reifen

Ca. 20kg

Mountainbike: ist ursprünglich ein reines Sportgerät, für das Gelände entwickelt und daher nicht STVO konform. Es gibt – je nach Einsatzgebiet verschiedene Typen: Hardtail (keine Federung der Hintergabel), Fully (beide Gabeln gefedert), Enduro (besser für Touren als Freerider), Freeride (für schweres abschüssiges Gelände) , Downhill (für schnelle Abfahrten) und Street/Dirt (klein, wendig, für Sprünge).
Das Mountainbike ist zuverlässig, komfortabel und mit genug Federwegreserven. Sportliche Sitzposition – die aber nicht unbequem ist.
Das Fahrwerk ist variabel, die Reifen sind breiter, stärker profiliert und stabiler.
Für viele Einsatzmöglichkeiten, von einfachen Touren bis Bergstrecken und für verschiedenste Böden geeignet.
Für den Einsatz auf öffentlichen Flächen muss nachgerüstet werden (Lichtanlage, Glocke).
Eignet sich auch sehr gut für Mehrtagestouren, wenn ein Gepäckträger montiert wird (bis 10kg Gepäck möglich) 
Reifengröße ursprünglich 26 Zoll, inzwischen gibt es auch 29 Zoll Reifen (größere Laufruhe) und als Kompromiss 27,5 Zoll Reifen.
stabiler Alu-Rahmen
Kettenschaltung mit 3 Kettenblättern und 9 Ritzel
grobstollige, breite Reifen 
Rennrad: für Sportler und jene, die viele Kilometer auf der Straße abspulen wollen. Kriterien für das Rad: schnell und leicht Für sportliche Radfahrer auf der Straße – ein Sportgerät Reifengröße ist 28 Zoll, bei schmalen HochdruckreifenLeichtbaurahmen, auf den Fahrer abgestimmt.Kettenschaltung mit meist 27 GängenSitzposition ist sehr sportlich (nach vorne gebeugt) – das bedeutet bessere Kraftübertragung aber wenig KomfortKomponenten (Schaltung, Bremsen…) sind meist teuer
Reiserad: ist vielleicht im Namen nicht so geläufig, es wurde aber eigens für jene entwickelt, die mit dem Rad sehr lange Touren fahren. Hier werden die Radtaschen werden hier an Gepäckträgern vorne und hinten am Rad befestigt. Bis zu 50 kg Zusatzbelastung sind kein Problem. Tourenfahrer, die lange unterwegs sind. Das Rad kann bis zu 50kg Gepäck mittransportieren. Rahmen ist sehr stabil und der Radabstand verlängert26/28 Zoll Räder mit steifen Felgen, die Räder sind möglichst pannensicherGepäckträger vorne und hintenBequemer Sattel, bequemer Lenker mit verschiedenen GriffmöglichkeitenGute Bremsen16-18kg (ohne Gepäck)
Trekkingbike: es ist eine Mischung aus Mountainbike und Rennrad. Es ist ideal für Radtouren, Ausflüge aber auch in der Stadt. Es gibt Trekkingräder in allen Preisklassen, womit sie ein guter Einstieg sind.
Sie eignen sich wegen des geringen Rollwiderstands für Straßen, aber auch für leichteres Gelände.
Alltagstaugliches Rad für alle. Auch für Mehrtagestouren geeignet, wo ca 10-15kg Gepäck mitgenommen werden.  28 Zoll Laufräder, mit mittelbreiten ReifenStabiler RahmenKettenschaltung mit 2 (Spezialized) oder 3 Kettenblättern – 9 oder 10 RitzelSchreibenbremseFedergabel
aufrechte SitzpositionGeringer Rollwiderstand

 

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