Sssmack – statt klick-klack!

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Jeder, der mit Klickpedalen radelnd unterwegs ist, weiß: bis die kleine Drehbewegung, um aus dem Pedal schnell und sicher auszusteigen „im Schlaf“ sitzt, fällt man ein bis ein paar Mal ziemlich blöd um. Meist im Angesicht von Mitradlern, die eine ordentliche Gaudi dabei haben.

Allerdings haben die Klickpedale einen riesigen Vorteil: der Fuß steht gerade am Pedal, man „schwimmt“ nicht und kann sowohl ziehen als auch drücken – also die Kraft sehr viel besser in die Vorwärtsbewegung übersetzen.

Daher haben sich Klickpedale aus dem Rennradbereich auch in den MTB und Tourenbereich entwickelt – ohne aber miteinander kompatibel zu sein. Doch SPD Pedale und entsprechende Radschuhe gehören heute zur Standardausrüstung sportlicher Radler.

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Was macht man aber, wenn man die Angst vor dem „Ausstieg“ nicht wegbekommt? Oder wenn man einmal so unglücklich gestürzt ist (und sich dabei ernstlich verletzt hat), dass auch alle Ratio und alles Üben nicht hilft?

Da war bis jetzt nicht viel zu machen – normales Pedal her und los gehts. Das ist allerdings nicht wirklich gut. Man ruiniert sich die Sohle des Radschuhs und schwimmt am Pedal. Die Knie sind darüber meist nur mäßig erfreut, wenn es um lange Strecken geht – und bergauf verpufft die Kraft, denn man kann ja nicht ziehen, nur drücken.

Und hier kommt jetzt eine Erfindung ins Spiel, von der man denkt: „Hej, warum eigentlich erst jetzt? Das ist ja echt genial, wenn es funktioniert!“

Worum geht’s? Um ein Pedal, dass statt auf klicken auf „ansaugen“ setzt – nämlich per Magnet! Statt der SPD Schuhplatte gibt es eine passende Platte aus Spezialstahl für den Radschuh, im Pedal sitzt ein Magnet, den es in 3 Kraftstufen gibt (10, 15, 20kg).

So einfach, so genial und so überzeugend – es gibt im Umfeld einen Kandidaten, der nach schwerem Sturz nicht mehr auf Klickpedalen zu bringen ist – dass das Wunderding gleich einmal bestellt wurde. Die Investition in ein besseres Radlerleben betrug hier 99 Euro (mit stärkerem Magneten), es kam ratz-fatz geliefert und hat gleich einmal mächtig Eindruck gemacht!

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Hochwertig und sehr schön verarbeitet, in edlem grau-grün – sehr überzeugend! Also Pedale aufs MTB montiert, Platten auf die Radschuhe geschraubt, nach Anleitung alles eingestellt …. und?

Obiger Kandidat war nach der Probe so begeistert, dass gleich ein zweites Pedal für’s Tourenrad gekauft und auf den Weg geschickt wurde. Das Gefühl ist super, der Schuh steht gerade am Pedal, man kommt problemlos wieder runter, es gibt guten Halt, ohne die Angst, im Zweifel zu „zu langsam“ zu sein. Echt super!

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Fazit: das magped ist eine echt geniale Idee aus Tirol! Schwerste Begeisterung! Es ist zu 80% wie ein Klickpedal, und die fehlenden 20% sind die genau notwendigen Freiheiten, ohne Stress vom Pedal abzusteigen.

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