Von den Alpen ans Meer

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Ein toller Radweg (Ciclovia Alpe Adria) verbindet die Mozartstadt Salzburg mit der oberen Adria – und zwar genau mit Grado. Das gibt atemberaubende Ausblicke, einiges zu klettern, typisch italienische Radstrecken-Ausbauten und ein herrliches, altes Städtchen am Meer!

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Super ist natürlich, dass man die Strecke auch in Teilen absolvieren kann – wir hatten über die 3-Tagestour (für uns!) von Villach bis Grado schon berichtet! Und um hier wieder zurück nach Villach zu kommen, sind wir von Grado noch bis Montfalcone geradelt und mit dem Zug retour in die schöne Stadt an der Drau.

Diesmal haben wir den ersten Teil des Ciclovia in Angriff genommen: los geht es vom Bahnhof in Salzburg und sehr gut beschildert zur Salzach und auf der westlichen Seite weiter durch das malerische Salzachtal. Hellbrunn, Waldbad Anif, Hallein werden passiert, wobei vor allem die Altstadt von Hallein beeindruckt! Weiter eng an der Salzach erreicht man Golling, von wo es auf den Pass Lueg geht. Der ist ganz gut zu fahren, am höchsten Punkt könnte man den kurzen Tunnel passieren, der kurze, steile Anstieg zum Ausflugsgasthof (offizieller Radweg) lohnt sich aber.

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Stetig leicht steigend geht es weiter nach Werfen, an der mächtigen Burg vorbei, Bischofshofen, St. Johann und Schwarzach im Pongau – und dann muss man sich auf 10 Kilometer ordentlich Klettern einstellen (bis 12% Steigung) um am Höhenrücken entlang der Salzach, abbiegend bei Lend, ins Gasteinertal zu kommen. Für uns ist in Dorfgastein (nach 99 Tageskilometern) Schluss für Tag 1.

Tag 2 bedeutet entspannt losradeln, leicht steigend, aber dann! Zunächst kann man noch Bad Hofgastein genießen, dann geht es 4 Kilometer hinauf nach Bad Gastein; Steigung zwischen 12 und 15%! Echte Radler und normale Bikes sind offenbar ausgestorben – alles „e“, motorisiert und entspannt grinsend am Wasserfall. Wir lachen auch – aber ob unserer der sportlichen Leistung!

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Anmerkung 1: die E-Bike Schwemme hat uns bereits seit Salzburg verfolgt – der Weg kann so flach gar nicht sein, dass der Motor nicht angeworfen wird – eine schlimme Entwicklung!
Anmerkung 2: das Magnet-Pedal erweist sich als Hit, auch am Berg. Der Benutzer ist um zwei Klassen besser am Berg und kann auch die 15% sitzend (mit Gepäck!) durchradeln!

Nach Bad Gastein geht’s noch weiter bergauf – allerdings nicht mehr so steil – bis wir Böckstein und die Tauernschleuse erreichen. Hier geht der Zug stündlich um 20 Minuten nach der vollen Stunde, und braucht 12 Minuten bis Mallnitz.

Raus aus dem Zug heißt es eine lange, steile Abfahrt ins Mölltal antreten, das man in Obervellach erreicht. Von hier wird der Radweg zum „R8″ – gut markiert und immer entlang der Möll, als wirklich schöner Radweg angelegt. In Möllbrücke schließlich weitet sich die Landschaft, denn nun kommt die Drau ins Spiel! Sie kommt vom Westen, macht bei Sachsenburg einen kleinen Bogen und nimmt nach Möllbrücke die Möll auf.

Der Alpe Adria Weg folgt nun dem Drauradweg bis Villach, so nah wie möglich an der Drau angelegt, durch Auwälder und sehr schön zu fahren!

Von Dorfgastein bis Villach muss man übrigens mit gut 110 Kilometer rechnen!

In Villach trennen sich dann die Wege – der Drauradweg führt weiter nach Lavamünd, und für Abenteurer bis Osijek!

Der Alpe Adria Weg zweigt nach Süden ab und führt über Tarvis an die Adria – nachradeln und genießen ist die Devise!

Fazit: eine wunderschöne, aussichtsreiche Tour, die für echte Radler im Gasteinertal einiges an Höhenmetern bereit hält! Eine Feinschmecker und Genießertour!

 

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