Schneller Fitnesstest

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Ein schneller Fitnesstest? 4 Stiegen (Stockwerke) rauf – wenn man weniger als 1 Minute dafür braucht, kann man von guter Herzgesundheit ausgehen! Das sagt zumindest eine Studie, die bei einem wissenschaftlichen Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC), vorgestellt wurde.

Der Test ist wirklich sehr einfach, und eine gute Möglichkeit, sich zu testen. Wer mehr als eineinhalb Minuten für die Aufgabe braucht, sollte zum Arzt. Mit diesem Test, der der Studie zugrunde liegt, konnte ein Zusammenhang zwischen physischer Arbeit (also dem Stufensteigen) und den Belastungstests im Labor erzielt werden.

Dabei nahmen 165 Menschen an der Studie teil, die zu einem Belastungstest eingeladen wurden, denn sie hatten eine bekannte oder eine vermutete Herzerkrankung. An Symptomen wiesen sie Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit bei Anstrengung auf.

Für den Labortest wurde eine Laufbanduntersuchung durchgeführt, dabei gingen oder liefen die Teilnehmer mit steigender Intensität bis zur Erschöpfung. Danach folgte nach 15-20 minütiger Ruhepause der „Treppentest“ – die Teilnehmer mussten die 4 Stockwerke (es waren 60 Stufen) in schnellem Tempo absolvieren. Sie sollten dabei nicht anhalten, aber auch nicht laufen, sondern kontinuierlich flott Stufen steigen.

Die Beziehung zwischen Labortest und Zeit für das Stufensteigen ergab einen klaren positiven Zusammenhang – wer zwischen 40 und 45 Sekunden für die Stufen benötigte, fand sich im Bereich des Laufbandtests wieder, der eine geringe Sterblichkeitsrate prophezeit. Wer länger als 1 1/2 Minuten benötigte, war im Bereich erhöhter Sterblichkeit angesiedelt.

Zusätzlich wurden während des Laufbandtests auch Bilder des Herzens erstellt, wobei ein normal arbeitendes Herz unter Belastung eine geringe Wahrscheinlichkeit koronarer Herzerkrankung bedeutet. Im Vergleich mit den Ergebnissen des Treppensteigens zeigte sich, dass etwa 58% jener Teilnehmer, die über 1 1/2 Minuten benötigten, eine abnorme Herzfunktion hatten. Von jenen, die weniger als 1 Minute benötigten, waren es nur 32%.

Man geht davon aus, dass die gefundene Korrelation in der allgemeinen Bevölkerung ähnlich ist. Also: auf zum Treppensteigen!

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