HIT ist nicht immer ein Hit

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Zuerst die Definition – was ist HIT, was ist HIIT?

Ersteres ist ein Widerstandstraining, das bei hoher Intensität und kurzer Dauer durchgeführt wird. Im Prinzip ist es eine Technik zur Intensitätssteigerung im Krafttraining. Das Ziel dahinter: Die völlige Ermüdung des trainierten Muskels.

HIIT wiederum bezieht sich hochintensives Intervalltraining im Ausdauerbereich, bei dem sich kurze, anstrengende Sprinteinheiten mit langsameren, regenerativen Einheiten abwechseln. Es dient dazu, Sportler auf den Wettkampf vorzubereiten.

Beide haben aber auch Gemeinsamkeiten:
* sie sind eigentlich Könnern vorbehalten
* sie sind nicht nur hochintensiv, sondern sparen auch Zeit
* weil sie so intensiv sind, braucht man mehr Zeit für die Erholung
* sie werden nur sehr maßvoll im Training eingesetzt
* sie haben einen ordentlichen „Nachbrenneffekt“

Aber: für viele ist HIT oder HIIT letztendlich kein Hit, denn natürlich ist die Verletzungsgefahr hoch. Vorallem im HIT Bereich, wo es um richtige Kraft geht, wo Burpees, Langhanteln, Kettlebells, Gewichte, etc. zum Einsatz kommen, ist die Belastung auf den Körper hoch, und eine nicht gut ausgeführte Übung oder noch mangelndes Körpergefühl können sehr schnell ins Auge gehen, bzw. zum Arzt führen.

Natürlich hat die Beliebtheit dieser Trainingsmethoden in den letzten Jahren stark zugenommen – man hat selbst weniger Zeit, man kann aber in wenig Zeit viel leisten, das Training ist effektiv bei der Verbesserung der kardiorespiratorischen Fitness, der Steigerung der Energie und der Förderung von fettfreier Muskelmasse und dem Fettabbau – doch sind auch die absoluten Bewegungsprofis mit viel Trainings- und Bewegungserfahrung weniger geworden. Und einer der Nachteile von HIT ist ein bisschen ein „one size fits all“ Ansatz, wenn man so durch die Websites und Trainings screent und sich die Trainingseinheiten ansieht.

Wenn dann Kraft, Beweglichkeit, starke Bauch-und Rückenmuskeln, Balance etc. fehlen, dann können die Schultern, Knie oder Knöchel schnell negativ betroffen sein. Und wenig überraschend sind Männer zwischen 20 und 39 Jahren am meisten gefährdet – die machen den Sport auch am häufigsten.

Das HIT Programm sollte also, wenn man die gewünschten Übungen nicht wirklich gut kann und auch selbst gute Trainingserfahrung mitbringt, mit einem Trainer gemacht werden. Den Arzt davor zu konsultieren, wenn man Einsteiger ist, muss gar nicht extra erwähnt werden. Denn körperliche Schwachstellen wirken sich beim hochintensiven Training naturgemäß stärker aus.

Man beginnt also mit allgemeiner Kräftigung und dem Erlernen der einzelnen Übungen und erst auf guter, gesunder Basis kann HIT ein Hit werden.

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