Liegestütze müsste man können

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….und zwar viele! Zumindest bei aktiven Männern mittleren Alters ist die Anzahl der absolvierbaren Liegestütze wesentlich – waren mehr als 40 Liegestütze möglich, sank das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) – einschließlich der Diagnose einer koronaren Herzkrankheit und großer Ereignisse wie Herzinsuffizienz – signifikant. Untersucht wurde das im 10 Jahre Follow-up im Vergleich zu jenen Männern, die weniger als 10 Liegestütze in der Basisuntersuchung machen konnten.

Wir eine Studie, die eine einfache Vorhersage mit dem Hilfmittel „Stiegen hinauflaufen“ bietet, haben wir schon berichtet.

Der Ansatz „Liegestütze“ könnte ebenfalls eine einfache und kostenlose Methode sein, das Risiko von Herzerkrankungen abzuschätzen. Nach der Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health war die Aussage über Risiken deutlich besser als mit den klassischen submaximalen Laufbandtests.

Dieser Zusammenhang überrascht nun nicht so sehr: das allgemeine Kraftniveau und die körperliche Fitness (über die reine Ausdauerleistung hinaus) stellen ja  starke Indikatoren für den Gesundheitszustand dar. Wir reden ja immer von einem notwendigen Dreiklang Ausdauer – Kraft – Schnelligkeit.

Die Forscher haben für die Studie übrigens die Daten von 1.104 aktiven männlichen Feuerwehrleuten zwischen den Jahren 2000 und 2010 gesammelt. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 39,6 Jahre alt und hatten einen durchschnittlichen BMI von 28,7. Am Beginn der Studie standen die Ermittlung der Liegestütz-Leistung und ein submaximaler Laufbandtest. In weiterer Folge gab es jährliche Untersuchungen und die Teilnehmer mussten medizinische Fragebögen ausfüllen.

37 Herz-Kreislauf-Erkrankungen traten während der 10 Jahre der Studie auf, alle (bis auf eine) bei jenen Teilnehmern, die weniger als 40 Liegestütze schafften. Die „40 und mehr“ Performer hatten dagegen ein 96% niedrigeres Risiko als die „10 und weniger“ für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Zu beachten ist, dass die Studie mit beruflich aktiven Männern mittleren Alters durchgeführt wurde, nicht mit Frauen, inaktiveren oder jüngeren/älteren Menschen.

Man darf jedoch davon ausgehen, dass eine gute körperliche Fitness – die ein gutes Kraftniveau inkludiert – die beste Gesundheitsvorsorge darstellt.

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