Aktiv während der Wechseljahre

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Die Universität Kopenhagen veröffentlichte gerade eine neue Studie die zeigt, dass die Bildung kleiner Blutgefäße im Muskelgewebe postmenopausaler Frauen beeinträchtigt ist. Damit unterstreicht die Studie die Bedeutung von körperlicher Aktivität für Frauen vor und während der Wechseljahre als Mittel zur Verhinderung von Erkrankungen im späteren Leben.

An der Studie nahmen 12 Frauen im Alter von 59-70 Jahren (postmenopausal) und fünf Frauen im Alter von 21-28 Jahren (prämenopausal) teil. Beiden Gruppen wurde am Beginn eine Biopsie aus ihrem Oberschenkelmuskel entnommen. Die ältere Gruppe trainierte dann über einen Zeitraum von acht Wochen dreimal pro Woche auf Spinning-Bikes bei mittlerer bis hoher Intensität, dazu wurden regelmäßig Fitnesstests absolviert und Gewebeproben aus dem Oberschenkel entnommen um die Kapillarbildung in den Muskeln sowie muskelspezifische Proteine zu analysieren.

Als Ergebnis der Studie zeigte sich, dass postmenopausale Frauen im Vergleich zu jüngeren Frauen eine deutlich verminderte Fähigkeit haben, Kapillaren, zu bilden. Zwar verbesserte sich nach 8 Wochen Trainings die Fitness der Frauen um 15%, sie waren aber nicht in der Lage, die Anzahl der Kapillaren im Skelettmuskelgewebe zu erhöhen, was im Gegensatz dazu zuvor sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Männern nachgewiesen wurde. Kapillaren sind dabei wichtig für die Gesundheit, denn sie werden für die Aufnahme von Zucker und Fett in die Muskeln benötigt. Der Verlust von Kapillaren kann sich auch auf die Insulinresistenz auswirken und zur Entwicklung von Typ-2-Diabetes beitragen.

Die Studie zeigt, dass Frauen von körperlicher Aktivität vor den Wechseljahren profitieren, wenn der Östrogenspiegel hoch ist – der Verlust des Hormons mit dem Wechsel scheint der Grund für die mangelnde Verbesserung zu sein. Die bessere körperliche Ausgangslage bietet dann einen Vorteil in den Wechseljahren, denn eine ausreichende Anzahl von Kapillaren im Muskel ist wichtig für die Muskelfunktion und verringert das Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Das ganze Leben lang körperlich aktiv zu sein hilft grundsätzlich allen, doch gibt es zwischen Männern und Frauen offensichtlich einige entscheidende Unterschiede in der Art und Weise, wie das Herz-Kreislauf-System durch Alterung und körperliche Aktivität beeinflusst wird. Frauen sollten auf jeden Fall auch ihre körperliche Aktivität achten, wobei noch zu evaluieren ist, welches Training am wirksamsten wäre.

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